Ausstellung

Soziale Einrichtungen

Freizeitgestalltung

Soziale Einrichtungen
 

Bereits Werner von Siemens (1816–1892) betrachtete freiwillige soziale Leistungen als „Ehrenpflicht“ gegenüber der Belegschaft und ihren Angehörigen. Mit dem Wachsen des Unternehmens etablierte man zahlreiche soziale Leistungen, zum Teil Jahre bevor entsprechende gesetzliche Regelungen eingeführt wurden. Im Zentrum stand die Sorge um einen gesicherten Lebensabend der Belegschaft. Anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums 1872 richtete der Unternehmensgründer gemeinsam mit seinen Brüdern eine Pensionskasse ein. Nach dem Ersten Weltkrieg engagierte sich Siemens besonders stark beim Bau von Werkswohnungen sowie von kulturellen Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen in Siemensstadt:

  1. 1921: Bau eines Vielzweck-Sportplatzes
  2. 1922: Bau der Werkssiedlung „Siemensstadt“
  3. 1928: Bau einer Turnhalle mit Klubräumen und Lehrlingsheim
  4. 1928: Bau eines Erholungsheims für Arbeiterinnen („Siemens-Garten“)
  5. 1930: Bau der Werkssiedlung „Heimat“
  6. 1931: Bau der Evangelischen Kirche
  7. 1932: Bau der Siemens-Eigenheimsiedlung für leitende Mitarbeiter
  8. 1935: Bau der Katholischen Kirche

Hinzu kamen Einrichtungen für die gesundheitliche Vor- und Fürsorge der Mitarbeiter und ihrer Angehörigen, die Aus- und Weiterbildung älterer Mitarbeiter, kulturelle, wissenschaftliche und gemeinnützige Veranstaltungen.

Von Siemens geförderte bzw. finanzierte Infrastrukturprojekte wie Straßen, Straßenbahnen und vor allem die S-Bahn von Jungfernheide nach Gartenfeld erleichterten den zahlreichen Pendlern den Weg zur Arbeit und verkürzten für die in Siemensstadt lebenden Menschen die Wege erheblich.

 

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