Ausstellung

Mosaikhalle

Ehrenhalle

Mosaikhalle
 

Von der einst beachtlichen Innenausstattung der „Ehrenhalle“ sind nur noch die Kolonnaden und der Mosaikfußboden im Eingangsbereich des Ostflügels original erhalten. Hier schuf der Maler und Grafiker César Klein (1876‒1954) ein großflächiges Mosaik mit grafisch hervorgehobenem Mittelteil und Beispielen aus den Siemens-Arbeitsgebieten. Wegen dieses Kunstwerks wird der Raum heute als „Mosaikhalle“ bezeichnet.

Die Gestaltung der Halle war der Art byzantinischer Kuppelkirchen nachempfunden: durch Glaskuppel, kassettierte Rundbögen in toskanischer Kolonnadenmanier und durch die besondere Bodenarchitektur. Der Raum besaß ein „würdiges“, „weihevolles“, beinahe „sakrales“ Ambiente. Zusammen mit dem sich anschließenden „Ehrenhof“ bildete er drei Jahrzehnte lang den Rahmen für festliche Veranstaltungen, Empfänge, Vorträge. Er war Ort für Begegnungen, Auszeichnungen verdienter Mitarbeiter und Trauerfeiern von Persönlichkeiten des Hauses.

Spätestens in dieser Halle waren sich Besucher der Größe, der Leistungsfähigkeit und des Selbstverständnisses von Siemens bewusst. Ab 1922 stellte man auf Schautischen und in Vitrinen Geräte aus der Siemens-Fertigung aus. Die Halle wurde zum Ausstellungsraum und erhielt das Prädikat „Kathedrale der Arbeit“.

Bei der Beseitigung der kriegsbedingten Gebäudeschäden in den 1970er Jahren wurde die kaum zerstörte Kuppeldecke der Halle abgetragen. An ihrer Stelle fügte man eine Etage tiefer eine Kassetten-Flachdecke aus Beton ein. Der Mosaikboden blieb im Krieg nahezu unversehrt.

 

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