Ausstellung

Lazarett

Hospital

Lazarett
 

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs richtete Siemens bereits im August 1914 im Nordflügel des neuen Verwaltungsgebäudes ein Militärhospital ein − das Vereinslazarett Siemensstadt, dessen Träger die Siemens-Firmen, das Rote Kreuz und die Heeresverwaltung waren.

Das Lazarett war mit Krankensälen für etwa 400 Patienten, einem Operationsraum, Verbandsplätzen und Rehabilitationseinrichtungen ausgestattet; im Kellergeschoss befand sich ein Diagnostikraum mit zwei hochmodernen Siemens-Röntgengeräten.

Auf der Mittelpromenade der 49 Meter breiten Nonnendammallee war – direkt gegenüber dem Verwaltungsgebäude – ein provisorischer, hölzerner Bahnhof gebaut worden. Hier kamen die Verwundeten mit dem Lazarettzug „Siemensstadt“ an, wurden von Sanitätern ab geholt und in speziellen Krankenautos zum 300 Meter ent fernten Lazarett gefahren.

Im Lazarett wurden insgesamt 6.000 Verwundete von Militärärzten, Rot-Kreuz-Schwestern und Sanitätssoldaten betreut; 54 starben hier. 1919 wurde das Lazarett dann aufgelöst.

 

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