Ausstellung

Ehrenhof

Ausstellungshof

Ehrenhof
 

An die Mosaikhalle schließt einer der sieben Innenhöfe an: der Ehrenhof − der ehemalige Ausstellungshof. Ursprünglich war diese Hofanlage mit einer vier Meter hohen Glaspyramide überdacht; sie fungierte als erweiterter Repräsentationsort und Ausstellungsraum der damaligen Ehrenhalle. Damit die Bedachung optisch nicht in die darüberliegenden Fenster in den Fassaden einschnitt, wurde das Hof-Fundament vertieft angelegt, weshalb der Bereich den Spitznamen „Badewanne“ erhielt.

1974 wurde der Hof mit Ruhebänken, Brunnen und Pflanzen zu einem „Pausenbereich“ für die Mitarbeiter des Verwaltungsgebäudes um gebaut. Anlässlich der 150-Jahr-Feier der Firma im Jahr 1997 gestaltete man den Hof zum „Siemens-Gartendenkmal“ um und stellte dort eine denkmalgeschützte Marmorbüste des Unternehmens gründers Werner von Siemens auf. Der Bildhauer Adolf von Hildebrand (1847‒1921) schuf die Büste im Auftrag der Familie 1899 für deren Charlottenburger Wohnsitz.

Ebenfalls 1997 wurde an einer der Hoffassaden die Erinnerungstafel „Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“ angebracht. Das von den Künstlern Beate Passow (*1945) und Andreas von Weizsäcker (1956‒2008) geschaffene Mosaik in Angedenken an die Siemens-Zwangs arbeiter zeigt einen „Siemens-D-Zug“ vor aufgelöstem Hintergrund (populäre Bezeichnung für einen 1924 gefertigten modularen Rundfunkempfänger). Das Bild lässt viele individuelle Assoziationen zu − alle haben damit zu tun, dass Menschen ihrer Würde, Freiheit und Gesundheit beraubt wurden.

 

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