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Betriebsarzt

Sozialdienste

Betriebsarzt
 

Werner von Siemens bestellte 1888 mit dem Arzt Christoph Friedrich Körte (1818‒1914) den ersten Vertrauensarzt des Unternehmens.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es ‒ zusätzlich zu anderen Sozialeinrichtungen des Unternehmens − in allen Siemens-Werken betriebsärztliche Dienststellen mit Beratungs-, Untersuchungs- und Behandlungsräumen. Diese Stellen waren zudem für die Arbeitssicherheit sowie für Belange der damals noch weitgehend unüblichen vorbeugenden Gesundheits- und Familienfürsorge zuständig. Zu nennen sind hier auch die Hauspflegerinnen, die bei Erkrankung der Hausfrau zur Wahrnehmung der gesamten Familienfürsorge unentgeltlich gestellt wurden.

Alle medizintechnischen Einrichtungen entsprachen dem neuesten Stand der Technik − zum Teil stammten die Geräte aus Siemens-Fertigung. Ab 1914 befand sich auch im Verwaltungsgebäude eine betriebsärztliche Einrichtung.

Die Betriebskrankenkasse zahlte über die auf 26 Wochen befristete Pflichtleistung hinaus bis zu einem Jahr Krankengeld und stellte bei Bedarf für Rekonvaleszenten Plätze in betriebseigenen Erholungsheimen; allein in Siemensstadt gab es zwei derartige Einrichtungen.

 

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